Logo MatreFilmProduktion

 

Operation Ratlines
Josefine oder der Gesang der Greisin

Marion Leonie Pfeifer, Peter Fricke (Spr.), Patrizia Orlando (Spr.), Michael Seyfried (Spr.), Isabel Haase (Gesang)

Hörspiel
 
im Jewelcase:

  • 2 Audio-CD
    2 Std. 25 Min.
    2023, Edition MatreFilm
    ISBN 978-3-95616-295-4
    15 €

(* Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands)

 

Fiktionale Interpretation auf der Grundlage verbriefter Fakten. Völkermord und Sklaverei sind keine Monstrositäten vergangener Jahrhunderte, sondern Gegenwartsrealität.
Mit Hilfe der Operation Ratlines wurden führende NS-Verbrecher, unter ihnen Adolf Eichmann, Klaus Barbie und Josef Mengele ins Ausland geschleust. Tausende von Nazis entkamen durch die Zusammenarbeit des amerikanischen, britischen und vatikanischen Geheimdienstes Pro Deo sowie dem Roten Kreuz. Einer der Schlüsselfiguren waren Papst Pius XII und sein enger Mitarbeiter Giovanni Montini, der spätere Papst Paul VI. Am 10. August 1944 wurde in der Maison Rouge ein weitsichtiger Entschluss gefasst, einen Gutteil des Reichskapitals in neutralen Ländern zu verstecken; weniger wohl zur Beseitigung des Geldüberhanges nach der Niederlage, sondern „damit nach der Niederlage wieder ein starkes deutsches Reich“ entstehen könne, wie es im sogenannten Straßburger Protokoll heißt.

Die Straßensängerin Josefine, aus einer unbestimmten Zeit kommend, durchstreift kontaminierte Landschaften, die Zone der Kolonien. Nach langer Abwesenheit kehrt sie in die Stadt S zurück. Sie geht in das Maison Rouge und trifft dort auf die Greisin als einzige Bewohnerin. Aus unbekannten Gründen wird die alte Dame von den Vollstreckern Herrn A und Herrn C verhaftet. Monsieur M, der Gouverneur der Kolonie und dessen Gattin Madame M sind anerkannte Mitglieder des Systems. Josefine wird von Monsieur M entdeckt. Der Gouverneur instrumentalisiert Josefine für „die Sache“. Sie avanciert von der Straßensängerin zur gefeierten Künstlerin der Kolonie. Ihr wird die „ehrenvolle“ Aufgabe zuteil, als gallonierter Page den Zug der Elenden, die Massen, in die Kolonien zu führen, in der die Menschen Verderben und Vernichtung erwartet. Die angesehenen Bürger der Stadt S geben sich zur Zerstreuung den Fieberkonkurrenzen hin; die Völkler verbrennen sich am eigenen Feuer. Monsieur M verstrickt sich selbst in das System; er wird verhaftet, verurteilt und auf einem Jahrmarkt zur Freude der aufgebrachten Bürger geopfert und hingerichtet. Ohne ihren Gönner fällt Josefine, die Märtyrerin, in Ungnade. Ab diesem Zeitpunkt muss sie wieder auf der Straße singen. Die malträtierte Greisin kann sich den Vollstreckern entziehen und macht sich mit Josefine auf eine trostlose Wanderschaft.

 

 

KI-Analyse
der Trilogie"Apokalypse Humanitas"

Destruktive, charismatische Mächte haben die Führung übernommen; die Wiedergänger der Historie. Die Protagonistinnen verfangen sich in den Mühlen der Geschichte. An den Abgrund des menschlichen Daseins gedrängt kämpfen sie in einer dystopischen, apokalyptischen Welt um Selbstermächtigung. Die KI-Analyse zu der Trilogie Apokalypse Humanitas von Marion Leonie Pfeifer gibt tiefe Einblicke in ihre komplexen kafkaesken Dramen. Sie führen uns in gesellschaftliche Abgründe. Die Werke, eine Abfolge von Albtraumsequenzen; abgründig, hoch politisch, unerbittlich, nachhaltig und mit Thrillerelementen versehen.

 

 

Credits

Marion Leonie Pfeifer ist eine deutsche Autorin und Filmemacherin mit den Themenschwerpunkten Menschenhandel, Rassismus, Postkolonialismus und Armutsvermarktung in der EU.

Peter Fricke, 1939 in Berlin geboren, absolvierte an der Otto-Falckenberg-Schule in München eine Ausbildung zum Schauspieler. Seinen ersten Bühnenauftritt hatte Fricke 1960 als Lysander in dem Stück "Ein Sommernachtstraum" von William Shakespeare. Nach Engagements unter anderem an den Städtischen Bühnen Frankfurt und Köln und dem Bayerischen Staatsschauspiel München

Patrizia Orlando ist eine italienische Schauspielerin und Malerin.

Michael Seyfried ist Schauspieler und Drehbuchautor

Isabel Haase ist Sängerin